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Zahnhygiene ist ab dem ersten Milchzahn wichtig. Denn Karies kann auch schon Milchzähne befallen und sich später auf die bleibenden Zähne übertragen, was lebenslange Probleme mit sich bringt. Für die Pflege der ersten Zähne gibt es entsprechende Putztechniken, Zahnbürsten und Zahncremes. Wie man sie richtig anwendet, erklären wir im Beitrag.

Milchzähne sind die ersten Zähne, die ab dem sechsten Lebensmonat durchbrechen können. Der Zahnwechsel beginnt mit dem Durchbruch der unteren Frontzähne. Ein voll ausgebildetes Milchzahngebiss umfasst 20 Zähne. Sie bilden den Grundstein für eine physiologische Gebissentwicklung und übernehmen elementare Funktionen bei der Ernährung, bei der Sprachbildung und bei der psychischen Entwicklung des Kindes. Daher ist es wichtig, das Milchzahngebiss möglichst vollständig und gesund zu erhalten. Das A und O ist daher eine sorgfältige Zahnhygiene vom ersten Zähnchen an.
Setzen Sie Ihr Baby auf Ihren Schoß und lehnen den Kopf gegen Ihre Brust. Beginnen Sie mit einer speziellen Baby-Zahnbürste, die ersten Zähnchen mit kreisenden Bewegungen sanft zu putzen. Gewöhnen Sie Ihr Baby spielerisch an das Zähneputzen und lassen Sie die Zahnpflege zur täglichen Routine werden. Die Verwendung von Zahnpasta ist erst sinnvoll, wenn das Baby selbstständig ausspucken kann.
Um Milchzähne möglichst umfassend zu reinigen gibt es eine spezielle Zahnputztechnik, die sogenannte KAI-Technik. Sie ist einprägsam, effektiv und sowohl für Kleinkinder als auch für Kita-Kinder und Grundschüler geeignet. Das Kürzel „KAI“ steht nicht für den "Erfinder" der Putztechnik, sondern viel mehr beschreibt sie den Ablauf des Putzens und steht für „Kauflächen, Außenseiten, Innenseiten“, die nacheinander geputzt werden sollen.

Man beginnt mit dem Putzen auf der Kaufläche im Ober- und Unterkiefer, dabei bewegt man die Bürste hin und her. Kurz: hin-und-her schrubben.
Anschließend werden die Außenflächen der Front- und Backenzähne mit rotierenden Bewegungen geputzt. Kurz: kreisende Reinigung.
Zuletzt werden die Innenflächen aller Zähne in Bewegungsrichtung vom Zahnfleisch zum oberen Zahnrand hin geputzt. Kurz: nach oben auswischen.


Spezielle Kinderzahnpasta schmeckt besonders mild und ist in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen erhältlich: süß, fruchtig oder auch mit leichtem Minzgeschmack. Sie sollte 1.000 ppm Fluorid enthalten die aktuellen Fluoridempfehlungen der zahnärztlichen Fachgesellschaften finden Sie auch im Artikel "Kariesschutz mit Fluorid: Vom ersten Zähnchen an" auf medondo.health. Die Dosierung mit lediglich 500 ppm Fluorid in Kinder-Zahnpasta wird nicht mehr empfohlen.
Auf die Bürste sollte man eine reiskorngroße Menge Zahnpasta auftragen. Ab dem zweiten bis zum sechsten Lebensjahr ist es wünschenswert zweimal täglich eine erbsengroße Menge Zahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid zu benutzen. Die Zahnpasta sollte das Kind nach dem Putzen ausspucken. Ein Aus- oder Nachspülen ist nicht empfehlenswert - denn so kann das Fluorid noch länger wirken.
Baby- und Kleinkinderzähne sollten mit einer altersgerechten Zahnbürste, welche einen besonders kleinen Kopf und weiche Borsten aufweist, geputzt werden. Generell sind farbige Zahnbürsten mit lustigen Motiven attraktiv für Kinder und animieren so zum Gebrauch. Um Kindern einen spielerischen Umgang mit der Zahnbürste näherzubringen, kann man auch zu speziellen Lernzahnbürsten greifen, die einen ergonomischen Griff haben. Augenmerk sollte auch auf die verwendeten Materialien der Bürste gelegt werden: Naturborsten sind nicht empfehlenswert, da sich in ihnen Bakterien besser verbreiten als in Kunststoffborsten.


Kinderzähne sauber zu putzen und gesund zu erhalten, ist kinderleicht – wenn man sich an die Regeln hält und weiß, auf was zu achten ist. Neben der regelmäßigen Zahn- und Mundhygiene beim Kleinkind sind dafür auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bereits ab dem ersten Lebensjahr elementar. Der Zahnarzt erkennt Zahnstellungs- und Bisslagefehler am besten und kann gegebenenfalls frühzeitig Maßnahmen einleiten oder eine Überweisung zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie empfehlen. Wer sich um die Zahngesundheit seines Nachwuchses kümmert, bekommt dafür eine strahlendes und gesundes Kinderlachen zurück.
Quellen:
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